REISE INFO

Hier finden Sie einige Reisehinweise für Kuba.

Ein- und Ausreise

Einreise

Für die Einreise als Tourist (Aufenthaltsdauer 30 Tage) benötigen Sie einen mindestens noch 6 Monate nach Rückreisedatum gültigen Reisepass. Eine Touristenkarte, welche Sie von Ihrem Reiseveranstalter oder über die kubanische Botschaft erhalten. Die Angaben müssen vollständig und korrekt in Druckschrift eingetragen werden. Bei fehlerhaftem Ausfüllen muss in Kuba eine neue Karte bezahlt werden. Bei der Einreise wird eine Hälfte der Karte einbehalten, die andere Hälfte müssen Sie während der gesamten Reisezeit auf Kuba zusammen mit Ihrem Reisepass bei sich führen. Sie wird bei der Ausreise wieder eingezogen.

Ausreise

Die Rückbestätigung des Fluges nach Europa ist bei Linienflügen nicht nötig, dafür sollte man rechtzeitig (wir empfehlen 3 Stunden) vor planmäßigem Abflug am Flughafen sein.

Flughafen Havanna

Suchen Sie sich bei der Einreise unter den vielen Immigrationsschaltern (Passkontrolle) möglichst einen mit europäischen Touristen aus, da einreisende Kubaner oder Lateinamerikaner meist intensiver befragt werden und es deutlich länger dauert bis Sie an der Reihe sind. Im Zollbereich gibt es (nicht immer ausreichende) Gepäckwagen, die Sie bis zum Parkplatz durch schieben können. Beim Rückflug ist ein Gepäck-Wagen nicht unbedingt nötig, da die Busse nahe am Eingang zum Check-In halten.

Wir empfehlen Individualgästen schon am Ausgang des Flughafens an den dortigen Geldwechsel-Schaltern einen ausreichenden Betrag für 1-2 Tage (z.B. 200 €) in Landeswährung (CUC) zu wechseln. Ansonsten ist dies meist auch im Hotel möglich. Bei Gruppen empfehlen wir, dass nur der Tourleader oder eine andere Vertrauensperson für die gesamte Gruppe am Flughafen ausreichend Geld für die erste Nacht wechselt.

Flughafen Varadero

Bei Ankunft am Flughafen Varadero können Sie noch im Zollbereich (kurz vor den Gepäckbändern) einen kostenlosen Gepäckwagen bis zum Busparkplatz mitnehmen. Beim Rückflug hält der Bus direkt vor dem Terminal, sodass kein Gepäckwagen nötig ist.

Gepäck

Bitte verschließen Sie Ihr aufgegeben Gepäck gut, da es an Flughäfen zu Diebstählen kommen kann. Es werden zwar meist keine ganzen Gepäckstücke gestohlen, jedoch besteht die Gefahr, dass einzelne Gegenstände aus  Taschen oder Koffern entnommen werden. Wertsachen wie Bargeld, Kameras, Schmuck etc. besser im Handgepäck transportieren.

Unterkünfte & Restaurants

Casas Particulares

Nicht mehr nur für Individualtouristen bietet sich als Alternative zum Hotel die Unterkunft in Casas Particulares (kubanische Privatunterkünfte) an. So haben Touristen die Möglichkeit näher in Kontakt mit der kubanischen Bevölkerung zu kommen.

Achtung: An vielen Orten gibt es sogenannte “Jineteros”, die am Ortseingang Fahrzeuge anhalten oder am Ausgang der Busbahnhöfe warten und gestenreich versuchen bei der Suche der vorab reservierten Casa zu helfen. Oft geben diese sich als Angehörige des Casa-Besitzers aus und geben vor, die gebuchte Casa wäre ausgebucht oder geschlossen und man hätte eine alternative Casa reserviert. Schenken Sie dem keinen Glauben, sondern suchen Sie zielstrebig die von uns angegebene Adresse auf.

Hotels

Bitte stellen Sie sich darauf ein, dass Hotels – vor allem in den Provinzen – trotz hoher Kategorieangabe und/oder Zugehörigkeit zu internationalen Hotelketten nicht immer mit anderen Ländern verglichen werden können.
In Havanna gibt es aufgrund der kolonialen Architektur viele Hotels, welche Zimmer ohne Fenster haben. Wir bemühen uns stets unseren Kunden Zimmer mit Fenstern zu reservieren. Leider kann dieses jedoch nicht immer garantiert werden.

Restaurants außerhalb der Hotels

Auf Kuba kann zwischen staatlich Restaurants und sogenannten ‹‹Paladaren›› (nicht-staatliche Privatrestaurants) unterschieden werden. Dabei weisen die private Restaurants meist bessere Qualität auf.
Grundsätzlich gilt jedoch: Wer Ihnen ein Restaurant oder einen Paladar empfiehlt (ob Mann auf der Straße oder Taxifahrer) bezieht dort Kommission, die Sie häufig über einen höheren Preis (ca. 10%) im Restaurant mitbezahlen. Bei Taxifahrten zu einem Restaurant oder Paladar versuchen die Fahrer häufig andere Restaurants zu empfehlen, weil Sie dort Kommission erhalten. Sie behaupten z.B. das von Ihnen gewünschte Restaurant sei geschlossen, sie kennen es nicht oder sie wüssten ein besseres und billigeres. In diesem Fall auf das zuvor ausgesuchte Restaurant bestehen.

Vegetarisches Essen

Vegetarisches Essen ist auf Kuba noch eher wenig verbreitet. Es gibt mittlerweile einige wenige vegetarische Restaurants, die von Kubanern eher selten besucht werden. Diese bevorzugen meist deftige Mahlzeiten mit Reis, Bohnen und Fleisch (z.B. Huhn, Schwein, Rind). Fisch und Meeresfrüchte werden vor allem in privaten Restaurants (Paladares) angeboten. In staatlichen Restaurants wird Fleisch dann gerne durch Ei (z.B. in Form von Tortilla) ersetzt. Auch die Salatauswahl ist meist nicht sehr einfallsreich. Zudem ist das Obst- und Gemüseangebot auf Kuba immer saisonabhängig.
In Hotels bestehen für Vegetarier durch gezielte Auswahl am Buffet weniger Probleme.

Gesundheit

Gesundheitssystem

Für Kuba sind derzeit keine besonderen Impfungen erforderlich. Zudem hat Kuba gute Ärzte, aber aufgrund des US-Embargos einen Mangel an Medikamenten. Für Ausländer gibt es jedoch Spezialkliniken und es sind fast alle Medikamente erhältlich. In den besseren Hotels sind ständig Ärzte verfügbar. Die Behandlung von Ausländern in Krankenhäusern ist sehr teuer, da der Staat auf diese Weise an Devisen kommt. Daher ist der Abschluss einer Reisekranken- und Reise-Unfallversicherung unbedingt empfehlenswert bzw. verpflichtend (siehe ‹‹Versicherungen››).

Moskitoschutz & Durchfallerkrankungen

Das Land ist Malaria frei. Gängiger ist das Denguefieber, welches landesweit durch eine tagaktive Mückenart übertragen wird. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher. Die einzige Möglichkeit, sich vor dem Virus zu schützen, ist die Vermeidung eines Stiches durch guten persönlichen Mückenschutz. Zur Vorbeugung werden körperbedeckende Kleidung und Insektenschutzmittel empfohlen. Da Insektenschutzmittel auf Kuba nicht immer auffindbar ist, sollte dieses vorsichtshalber bereits im Heimatland gekauft werden. Vor allem in Varadero und auf den Cayos (Cayo Coco, Cayo Largo, Cayo Santa Maria etc.), aber auch in der Zone Holguín/Guardalavaca und bei Ausflügen ins Landesinnere (Viñales, Schweinebucht etc.) ist die Verwendung eines Mückenschutzes empfehlenswert. Stechende Sandfliegen gibt es z.T. am Strand von Ancón und zu bestimmten Zeiten auch an anderen Stränden. Das Zika—Virus wird von derselben Mückenart übertragen. Bis zum heutigen Zeitpunkt wurden in Kuba jedoch noch keine Zika-Virus Infektion registriert (Stand Februar 2016). Stechende Sandfliegen gibt es z.T. am Strand von Ancón und zu bestimmten Zeiten auch an anderen Stränden.
Durchfallerkrankungen können durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Es gibt auch Fälle von Cholera-Erkrankungen, welche durch ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen werden kann. In diesem Zusammenhang ist jedoch zu erwähnen, dass nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen auch wirklich erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl einen vergleichsweise milden klinischen Verlauf nehmen.

Nahrungsmittel

Kuba ist kein Gourmet-Land. Die kubanische Küche ist einfach und die Verwendung von Gewürzen eher gering. Viele Rezepte sind nach der Revolution verlorengegangen. Zudem ist die Auswahl nicht sehr vielfältig. Das Essen basiert im wesentlichen auf Reis mit Bohnen, welche mit Huhn, Schweinefleisch, Rindfleisch oder Fisch serviert werden. Saucen sind fast unbekannt und Salate einfach und relativ phantasielos (Kuba ist kein Saucen-Land, kein Salat-Land und auch kein Brot-Land!!!). Es gibt im Allgemeinen nur wenige staatliche Restaurants, die an europäisches Niveau herankommen. Die immer mehr werdenden Paladare bieten mittlerweile oft gute Qualität. 

Versicherungen

Unbedingt empfehlenswert: Reisekranken-/Unfallversicherung, Reiserücktritts und Reisegepäckversicherung.
Achtung: verpflichtende Reisekrankenversicherung: Die Einreise nach Kuba ist nur mit einer Auslandskrankenversicherung (nicht von US-amerikanischen Versicherungen) möglich. Wer bei der Einreise keinen Versicherungsnachweis erbringen kann, muss obligatorisch eine kubanische Krankenversicherung am Flughafen abschließen, deren Preis bei ca. 2,50 Euro pro Person/Tag liegt. Weitere Informationen zu Abwicklung bzw. Leistungsumfang auf Anfrage.

Allgemeine Informationen

Fotografieren

Kubaner lassen sich in der Regel sehr gerne fotografieren und posieren manchmal gerne sogar für ein Foto. Trotzdem sollte man beim Fotografieren von Personen grundsätzlich vorher um Erlaubnis fragen und sich je nach Situation mit einem kleinen Geschenk oder einem Trinkgeld bedanken.
In vielen Museen und Veranstaltungen (z.B. Tropicana Show) kann eine Zusatzgebühr (ca. 5 CUC) für das Aufnehmen von Fotos und Videos anfallen. Das Fotografieren von Militäreinrichtungen und –personal sowie Polizisten ist in Kuba verboten.
Speicherkarten, Filme und Batterien am besten in Europa kaufen, da diese auf Kuba meist teurer und nicht immer erhältlich sind.

Kleidung

Wir empfehlen leichte Baumwollkleidung. Männer sollten abends in den besseren Hotels und Restaurants lange Hosen, geschlossene Schuhe und Hemd tragen. Jackett und Krawatte sind nicht unbedingt erforderlich. Die Kleiderordnung sollte vor allem in guten Restaurants und bei Abendveranstaltungen (z.B Tropicana Show und anderen Cabarets) ernst genommen werden,  da Männer in Shorts oder Jeans nicht in die Lokalitäten gelassen werden.
Obwohl Kubanerinnen gerne viel Haut zeigen, ist ‹‹oben ohne›› baden am Strand oder Pool verpönt und an öffentlichen Stränden verboten.

Klima

Kuba ist das ganze Jahr bereisbar: Die Trockenzeit geht von November bis April, die ‹‹Regenzeit›› von Mai bis Oktober (meist nur kurze, heftige Schauer am Nachmittag, dennoch viel Sonne und viele Tage sind trotz ‹‹Regenzeit›› regen frei). Hurrikans können von Juni bis November auftreten. Jahres-Durchschnittstemperatur ist 25 Grad, im Sommer Maximaltemperatur von 30-34 Grad gepaart mit großer Schwüle (81% Luftfeuchtigkeit). Im Osten des Landes (Santiago, Baracoa, Holguín) ist es meist noch 3–5 Grad wärmer und damit das ganze Jahr sehr warm.

Klimaanlagen

Viele Restaurants, Bars oder Cabarets sind amerikanisch ‹‹tiefgekühlt››. Im Winter (besonders Dezember bis Februar), wenn die Temperaturen nachts manchmal bis auf unter 15 Grad sinken, kann daher ein leichtes ‹‹Jäckchen›› oder ein T-Shirt unter dem Hemd nicht schaden.

Service, Pünktlichkeit & Organisation

Die kubanische Mentalität ist anders. Es läuft fast nichts so schnell, wie man es aus Europa gewohnt ist. Bitte üben Sie sich in Geduld, wenn Sie einmal warten müssen und seien Sie auf eventuelle Änderungen oder Improvisationen vorbereitet.

Shopping & Souvenirs

Grundsätzlich gilt sich vor Abreise über die aktuellen Zollbestimmungen ihres Landes zu informieren. Bis dato ist die Einfuhr von 50 Zigarren oder 200 Zigaretten, sowie 1 Liter Rum (bzw. Spirituosen mit Alkoholgehalt von mehr als 22%) für Deutschland erlaubt. Dabei können bis zu 20 lose Zigarren ausgeführt werden (ohne Nachweise über Herkunft und Kauf) und bis zu 50 Zigarren können unter der Bedingung ausgeführt werden, dass sie sich in verschlossenen, versiegelten und mit offiziellem Hologramm versehenen Originalverpackungen befinden. Das Ein- und Ausführen von kubanischen Pesos ist offiziell verboten.

Sicherheit

Gewaltkriminalität gegenüber Touristen kommt so gut wie nicht vor. Auch nachts kann man sich relativ sicher bewegen. Jedoch wird man häufig angesprochen, vor allem dort, wo sich viele Touristen aufhalten. Ziel ist es verschiedene Dienstleistungen (z.B. Restaurantempfehlungen, Verkauf von Zigarren und Rum oder auch Sex) an den Mann oder die Frau zu bringen. Taschendiebstähle kommen vor, hauptsächlich in Alt-Havanna und am Malecón. Hier besonders auf Portemonnaie, Uhr und Fotoapparat achten. Auch immer mehr Kinder widmen sich dem Diebstahl und sind geschickt mit Ablenkungsmanövern. Generell gilt - wie auch in anderen Ländern - keine Wertsachen zu exponiert am Körper zu tragen.

Strom

In den internationalen Hotels 220 oder 110 Volt, oft auch beides. Adapter für Flachstecker (amerikanische Norm) sind erforderlich. Am besten im eigenen Land kaufen, da sie auf Kuba kaum erhältlich sind.

Internet

Der WLAN-Internetzugang in Kuba ist begrenzt und nur in grösseren Hotels oder an einigen öffentlichen Plätzen möglich. Einige Mobiltelefone sind blockiert und in Kuba nicht WLAN-fähig. In diesem Fall kann das Telefon bei einem Betreiber vor Ort aktiviert werden. Die für den WLAN-Zugang notwendigen Internet-Karten erhält man im Hotel (bis zu 8 CUC pro Stunde) oder direkt bei der Telekommunikationsfirma Etecsa (2 CUC pro Stunde). Um eine Karte zu kaufen, muss man hier meistens Schlange stehen. Es lohnt sich, sich zuvor zu erkundigen, ob es Internetkarten gibt, da diese häufig ausverkauft sind. Sollte dem so sein, bleibt nichts anderes übrig, als auf einen Platz mit WLAN-Zugang zu gehen und dort eine Karte von einem Wiederverkäufer zu kaufen (3 CUC pro Stunde). Der Internetzugang ist langsamer als in Europa, einige Seiten und Apps sind blockiert, z.B. Skype. Wer auf die Videokonferenz nicht verzichten möchte, kann sich die Alternative, die alle Kubaner nutzen, herunterladen: Imo App.

Geld & Nebenkosten

Die lokale Währung: der Peso Convertible (CUC)

Ein etwas komplexes Thema: Der Peso Convertible (CUC) ist für Touristen eigentlich die einzig gültige und sinnvolle Währung. Daneben gibt es noch den normalen Peso Cubano (MN=Moneda Nacional), der jedoch viel weniger wert ist. Leider ist der Unterschied der Geldscheine nicht sehr offensichtlich, jedoch können Sie sich merken, dass auf dem Peso Convertible Sehenswürdigkeiten und Monumente abgebildet sind, während der Peso Cubano weniger bunt ist und Persönlichkeiten der kubanischen Revolution abbildet.

Kreditkarten

Im Allgemeinen ist Kuba ein Bargeld-Land. Kreditkarten werden zumeist nur in Hotels und sehr guten Restaurants akzeptiert. Daher immer genügend Bargeld mitführen. Dies gilt besonders bei Reisen außerhalb Havannas.
Mittlerweile kann an den meisten Bargeld-Automaten mit gängigen Kreditkarten Geld abgehoben werden, jedoch werden grundsätzlich keine amerikanischen Kreditkarten (z.B. American Express, Diners) akzeptiert. An Geldautomaten werden nur Visa-Karten akzeptiert. Mit der Mastercard kann an den Bankschaltern und Wechselstuben (CADECA) über die Kreditkarte unter Vorlage des Passes Bargeld ausgezahlt werden lassen (Cash in Advance). Zur Sicherheit empfehlen wir, vorgängig beim Kreditkarteninstitut abzuklären, ob die Kreditkarte in Kuba akzeptiert wird.

Nebenkosten

Entgegen der landläufigen Meinung ist Kuba nicht billig. Vor allem touristische Restaurants, Bars und Diskotheken sind nicht günstig . Die Eintrittspreise in einer Touristen-Diskothek liegen zwischen 5 und 15 CUC (bei Live-Konzerten bis 35 CUC). In touristisch weniger erschlossenen Regionen und auf dem Land sind die Nebenkosten meist noch geringer.

Taxis, Nahverkehr, ‹‹Hop-On/Hop-Off››

Die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ist in Havanna nicht unbedingt zu empfehlen. Busse sind meist überfüllt und Fahrpläne gibt es nicht. Das Taxi ist in Havanna daher fast das einzige geeignete Fortbewegungsmittel für Touristen. Zudem gibt es Hop-On/Hop-Off–Busse (5 CUC), die eine City-Tour-Route abfahren und auch bis zu den Oststränden fahren. Staatliche Taxifahrer sind privilegiert, weil sie Zugang zu Trinkgeld in Form von harter Währung haben. Trotzdem versuchen sie oft, sich noch nebenbei etwas zu verdienen. Daher: immer auf das Einschalten des Taximeters bestehen. Bei frei vereinbarten Preisen oder Fahrten mit ausgeschalteter Uhr zahlen Sie zumeist deutlich mehr. Gelbe Cubataxis und kleine Japaner/Koreaner sowie weiße Ladas ohne Klimaanlage sind preiswerter als die moderneren gelben Taxis mit weißen Dächern. Größere Wagen (z.B. Mercedes) kosten deutlich mehr, besonders wenn sie vor 4 und 5 Sterne Hotels stehen. Trinkgeld bei Fahrten mit Taximeter: 25 bis 50 Cents. Halten sie Münzgeld bereit, denn Taxifahrer können oft nicht wechseln – oder behaupten es zumindest. Zudem gibt es auch private Taxis, bei welchen vor Abfahrt ein Fixpreis vereinbart werden muss, da sie keinen Taximeter haben und aus diesem Grund für Touristen weniger praktisch sind.

Traveller-Schecks

Am besten von Thomas Cook oder Mastercard (mit dem Originalkaufbeleg), jedoch nicht von American Express oder amerikanischen Banken, diese werden nicht angenommen, auch nicht in EUR oder CHF. Problem: der Umtausch außerhalb der Hotels ist oft mit langen Wartezeiten (Schlange stehen) verbunden und die Kommission ist hoch (min. 4 %). Vorteil: Traveller-Schecks werden bei Verlust ersetzt. Grundsätzlich gilt sich vor Abreise bei ihrer Bank zu informieren welche Traveller-Schecks auf Kuba akzeptiert werden.

Trinkgelder

Kuba ist nicht billig und vielen Touristen erscheint es überzogen, wenn sie in einem Land, wo der Durchschnittslohn laut Reiseführer bei 15-20 CUC liegt, noch zusätzlich für jede Kleinigkeit um einen CUC (ca. 1 USD) gebeten werden. Dabei muss beachtet werden, dass in Havanna das Leben sehr viel teurer als im Landesinneren ist. Die Preise in Devisen-Läden sind oft 20–50% höher als in Europa. Eine Familie aus der Mittelschicht käme mit dem landesweiten Durchschnittslohn und der monatlichen Lebensmittelkarte (Libreta) kaum über die Runden. Viele halten sich neben Ihrem Peso-Job, der eine gewisse soziale Sicherheit gibt, mit Schwarzarbeit oder Nebengeschäften über Wasser, um die begehrten Peso Convertibles (CUC) zu verdienen. Immer mehr Kubaner erhalten auch Unterstützung von der Verwandtschaft aus den USA oder anderen Ländern. Mit Trinkgeldern im Tourismus werden oft ganze Familien ernährt. Wie bereits erwähnt können Kubaner Importwaren nicht mit dem Peso Cubano bezahlen und versuchen aus diesem Grund an Devisen zu kommen.
Trotzdem rechtfertigt dieses natürlich nicht die oft dreisten Methoden, um den Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Sie müssen nicht immer gleich 1 CUC geben, sondern sollten mit dem Trinkgeld – wie überall auf der Welt - guten Service belohnen. Häufig genügen Münzen, die man als Wechselgeld erhält. Doch letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen.

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